Versorgungsbereiche

Gebärmutterkrebs

Bei Gebärmutterkrebs koordinieren wir in unserem akkreditierten Netzwerk einen individuellen Plan aus Operation (Hysterektomie), Strahlentherapie sowie hormonellen und systemischen Therapien.

Was ist Gebärmutterkrebs (Endometriumkarzinom)?

Gebärmutterkrebs entsteht meist durch unkontrolliertes Zellwachstum im Endometrium, der inneren Schleimhaut der Gebärmutter (Endometriumkarzinom).

Er gehört zu den häufigsten gynäkologischen Krebserkrankungen. Dank des Leitsymptoms — ungewöhnlicher Blutungen — wird er häufig früh erkannt und ist dann sehr gut behandelbar.

Welche Formen von Gebärmutterkrebs gibt es?

Wichtigste Formen:

Endometrioides Adenokarzinom

Die häufigste, meist hormonabhängige und günstig verlaufende Form.

Serös / klarzellig

Seltenere, potenziell aggressivere Formen.

Uterussarkom

Seltene Tumoren, die von der Gebärmuttermuskulatur ausgehen.

Ursachen und Risikofaktoren

Der zentrale Risikofaktor ist eine übermäßige Östrogenwirkung:

  • Übergewicht
  • Ungeschützte Östrogenwirkung und Hormontherapie
  • Frühe erste Regelblutung, späte Menopause
  • Keine Geburten
  • Diabetes und Bluthochdruck
  • Lynch-Syndrom und familiäre Vorbelastung

Welche Symptome hat Gebärmutterkrebs?

Das wichtigste Zeichen sind ungewöhnliche Blutungen:

  • Jede Blutung nach den Wechseljahren
  • Zwischenblutungen oder unregelmäßige Blutungen
  • Ungewöhnlicher, blutiger Ausfluss
  • Schmerzen oder Druckgefühl im Becken
  • Gewichtsverlust im fortgeschrittenen Stadium

Welche Stadien hat Gebärmutterkrebs?

Die Einteilung richtet sich nach der Ausbreitung:

Stadium 1

Der Krebs ist auf die Gebärmutter begrenzt. Das häufigste Stadium mit der besten Prognose.

Stadium 2

Der Krebs hat den Gebärmutterhals erreicht.

Stadium 3

Der Krebs hat sich über die Gebärmutter hinaus ins Becken oder in Lymphknoten ausgebreitet.

Stadium 4

Der Krebs hat Blase, Darm oder entfernte Organe befallen.

Wie wird Gebärmutterkrebs diagnostiziert?

Die Gewebeentnahme aus der Gebärmutterschleimhaut ist die Grundlage der Diagnostik:

  • Endometriumbiopsie
  • Transvaginaler Ultraschall
  • Hysteroskopie und Ausschabung (Kürettage)
  • Pathologische und molekulare Untersuchung

Bildgebende Verfahren bei Gebärmutterkrebs

Zur Stadieneinteilung und Beurteilung der Ausbreitung:

  • Transvaginaler Ultraschall
  • MRT des Beckens
  • CT von Bauch und Brustkorb
  • PET-CT (in ausgewählten Fällen)

Behandlungsmethoden bei Gebärmutterkrebs

Die Grundlage der Behandlung ist die Operation:

Hysterektomie

Entfernung von Gebärmutter und Eierstöcken laparoskopisch oder roboterassistiert.

Beurteilung der Lymphknoten

Bestimmung der Ausbreitung mittels Sentinel-Lymphknoten-Biopsie.

Strahlentherapie

Bestrahlung nach der Operation, um das Rückfallrisiko zu senken.

Hormontherapie

Medikamentöse Therapie bei hormonempfindlichen Tumoren.

Chemotherapie / Immuntherapie

Systemische Therapien bei fortgeschrittenen oder aggressiven Tumoren.

Jeder Patient und jeder Tumor ist anders

Keine Behandlung passt für alle; der beste Plan hängt von Ihrer genauen Diagnose, dem Stadium und den Tumoreigenschaften ab. Bei Capital Oncology Group vermitteln wir Ihnen eine kostenlose Zweitmeinung fachärztlich zertifizierter Onkologen, die Ihren Fall prüfen.

Prognose und Überlebensraten

Dank des frühen Blutungszeichens wird Gebärmutterkrebs meist früh erkannt und zählt zu den gynäkologischen Krebsarten mit der besten Prognose. Im Frühstadium, solange der Tumor auf die Gebärmutter begrenzt ist, liegt die 5-Jahres-Überlebensrate bei etwa 95 %.

Bei fortgeschrittener Erkrankung und aggressiven Untergruppen sinkt die Überlebensrate. Der molekulare Subtyp bestimmt Therapiewahl und Prognose zunehmend mit.

So senken Sie Ihr Risiko für Gebärmutterkrebs

Maßnahmen, die das Risiko senken:

  • Ein gesundes Körpergewicht halten
  • Diabetes und Blutdruck gut einstellen
  • Jede Blutung nach den Wechseljahren unverzüglich abklären lassen
  • Regelmäßige gynäkologische Kontrollen beim Lynch-Syndrom

Häufig gestellte Fragen

Ist eine Blutung nach den Wechseljahren immer Krebs?

Nein, doch jede Blutung nach der Menopause muss abgeklärt werden; sie ist das wichtigste Warnzeichen für eine frühe Diagnose.

Führt die Entfernung der Gebärmutter zu Hormonproblemen?

Werden auch die Eierstöcke entfernt, können Wechseljahresbeschwerden auftreten; Ihre Ärztin oder Ihr Arzt plant die nötige Unterstützung.

Braucht jede Patientin eine Chemotherapie?

Nein. Bei günstigen Tumoren im Frühstadium genügt meist die Operation; der Bedarf hängt von Stadium und Subtyp ab.

Sollte ich eine Zweitmeinung einholen?

Entscheidungen zu Strahlen- und systemischer Therapie hängen vom Subtyp ab; eine unabhängige Beurteilung hilft dabei.

Bereit für einen Plan, der auf Sie zugeschnitten ist?

Beginnen Sie mit einer kostenlosen, unverbindlichen Zweitmeinung eines fachärztlich zertifizierten Onkologen. Lassen Sie Ihren Fall prüfen und sich jede Option verständlich erklären.

KOSTENLOSE Zweitmeinung

Diese Seite bietet allgemeine Informationen zu Gebärmutterkrebs (Endometriumkarzinom) und ersetzt keine medizinische Beratung, Diagnose oder Behandlung. Alle Behandlungen erfolgen durch unabhängige, akkreditierte Kliniken und approbierte Ärzte. Ihre Therapieentscheidung sollte von einer qualifizierten Ärztin oder einem qualifizierten Arzt auf Basis Ihrer individuellen Situation getroffen werden.