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Prostatakrebs

Bei Prostatakrebs koordinieren wir in unserem akkreditierten Netzwerk einen individuellen Plan aus Roboterchirurgie, Strahlentherapie, Hormontherapie und aktiver Überwachung.

Was ist Prostatakrebs?

Prostatakrebs entsteht durch unkontrolliertes Zellwachstum in der Prostata — einer Drüse unterhalb der Harnblase, die einen Teil der Samenflüssigkeit bildet.

Er gehört zu den häufigsten Krebserkrankungen bei Männern. Die meisten Prostatakarzinome wachsen langsam, einige jedoch aggressiv — deshalb sind Risikoeinstufung und ein individuelles Vorgehen entscheidend.

Welche Formen von Prostatakrebs gibt es?

Die große Mehrheit sind Adenokarzinome; die Aggressivität wird mit dem Gleason-Score bewertet:

Adenokarzinom

Die häufigste Form, ausgehend von den Drüsenzellen der Prostata.

Niedriges Risiko

Langsam wachsende Tumoren mit niedrigem Gleason-Score; aktive Überwachung kann sinnvoll sein.

Mittleres/hohes Risiko

Schneller wachsende Tumoren, die eine aktive Behandlung erfordern.

Ursachen und Risikofaktoren

Wichtigste Risikofaktoren:

  • Höheres Alter (insbesondere ab 50)
  • Prostatakrebs in der Familie
  • Genetische Veranlagung (BRCA-Mutationen)
  • Afrikanische Abstammung
  • Übergewicht und Bewegungsmangel

Welche Symptome hat Prostatakrebs?

Anfangs meist beschwerdefrei. Später können auftreten:

  • Häufiger Harndrang, vor allem nachts
  • Erschwertes Wasserlassen oder abgeschwächter Harnstrahl
  • Blut im Urin oder Sperma
  • Brennen beim Wasserlassen
  • Knochenschmerzen (Hüfte, Rücken) im fortgeschrittenen Stadium

Welche Stadien hat Prostatakrebs?

Die Einteilung richtet sich nach der Ausbreitung:

Stadium 1–2 (lokal begrenzt)

Der Krebs ist auf die Prostata begrenzt. Die Heilungsaussichten sind sehr gut.

Stadium 3 (lokal fortgeschritten)

Der Krebs hat die Prostatakapsel überschritten oder die Samenblasen erreicht.

Stadium 4 (metastasiert)

Der Krebs hat in Lymphknoten, Knochen oder entfernte Organe gestreut.

Das Risiko wird zusammen mit PSA-Wert und Gleason-Score beurteilt.

Wie wird Prostatakrebs diagnostiziert?

Nach Blutuntersuchung und Tastbefund sichert eine Biopsie die Diagnose:

  • PSA-Bluttest (prostataspezifisches Antigen)
  • Digital-rektale Untersuchung
  • Multiparametrische MRT der Prostata
  • Fusionsbiopsie (MRT-Ultraschall) mit pathologischer Untersuchung

Bildgebende Verfahren bei Prostatakrebs

Zur Diagnose und Beurteilung der Ausbreitung:

  • Multiparametrische MRT
  • PSMA-PET-CT (hochsensitive Ausbreitungsdiagnostik)
  • Knochenszintigrafie
  • Computertomografie (CT)

Behandlungsmethoden bei Prostatakrebs

Die Therapie richtet sich nach Risikogruppe, Alter und Wunsch des Patienten:

Aktive Überwachung

Bei Niedrigrisikotumoren wird die Behandlung unter regelmäßiger Kontrolle aufgeschoben.

Roboterassistierte radikale Prostatektomie

Minimalinvasive Entfernung der Prostata.

Strahlentherapie

Perkutane Bestrahlung oder Brachytherapie (innere Bestrahlung).

Hormontherapie

Unterdrückung des Testosterons, um das Tumorwachstum zu bremsen.

Chemotherapie / neue Wirkstoffe

Systemische Therapien im fortgeschrittenen Stadium.

Jeder Patient und jeder Tumor ist anders

Keine Behandlung passt für alle; der beste Plan hängt von Ihrer genauen Diagnose, dem Stadium und den Tumoreigenschaften ab. Bei Capital Oncology Group vermitteln wir Ihnen eine kostenlose Zweitmeinung fachärztlich zertifizierter Onkologen, die Ihren Fall prüfen.

Prognose und Überlebensraten

Prostatakrebs hat insgesamt eine der besten Prognosen unter den Krebserkrankungen. Solange der Tumor auf die Prostata oder deren Umgebung begrenzt ist, liegt die 5-Jahres-Überlebensrate bei nahezu 100 %; bei Fernmetastasen sinkt sie auf etwa 34 %.

Viele langsam wachsende Tumoren beeinträchtigen die Lebenserwartung nicht. Eine genaue Risikoeinstufung vermeidet unnötige Behandlungen und sorgt dafür, dass aggressive Tumoren rechtzeitig therapiert werden.

So senken Sie Ihr Prostatakrebsrisiko

Maßnahmen zur Risikosenkung und Früherkennung:

  • Regelmäßige PSA-Kontrollen ab 50 (bei Risiko früher)
  • Gesundes Körpergewicht und ausgewogene Ernährung
  • Regelmäßige körperliche Aktivität
  • Bei familiärer Vorbelastung einen Vorsorgeplan mit dem Arzt besprechen

Häufig gestellte Fragen

Bedeutet ein hoher PSA-Wert immer Krebs?

Nein. Der PSA-Wert kann auch bei gutartiger Vergrößerung, Infektion oder Entzündung steigen. Die Abklärung erfolgt per MRT und bei Bedarf durch eine Biopsie.

Ist die aktive Überwachung sicher?

Bei Niedrigrisikotumoren ist sie mit regelmäßiger Kontrolle eine sichere Option, die unnötige Nebenwirkungen vermeidet.

Führt die Operation zu Inkontinenz oder Impotenz?

Die Roboterchirurgie verringert diese Risiken; das Ergebnis hängt von Patient und Tumor ab. Die Wahl eines erfahrenen Zentrums ist entscheidend.

Sollte ich eine Zweitmeinung einholen?

Von der Überwachung bis zur Operation gibt es viele Optionen; eine unabhängige Beurteilung hilft Ihnen, den besten Weg zu wählen.

Bereit für einen Plan, der auf Sie zugeschnitten ist?

Beginnen Sie mit einer kostenlosen, unverbindlichen Zweitmeinung eines fachärztlich zertifizierten Onkologen. Lassen Sie Ihren Fall prüfen und sich jede Option verständlich erklären.

KOSTENLOSE Zweitmeinung

Diese Seite bietet allgemeine Informationen zu Prostatakrebs und ersetzt keine medizinische Beratung, Diagnose oder Behandlung. Alle Behandlungen erfolgen durch unabhängige, akkreditierte Kliniken und approbierte Ärzte. Ihre Therapieentscheidung sollte von einer qualifizierten Ärztin oder einem qualifizierten Arzt auf Basis Ihrer individuellen Situation getroffen werden.