Versorgungsbereiche

Gebärmutterhalskrebs

Bei Gebärmutterhalskrebs koordinieren wir in unserem akkreditierten Netzwerk einen individuellen Plan aus Chirurgie, Radiochemotherapie sowie Vorsorge- und Präventionsmaßnahmen.

Was ist Gebärmutterhalskrebs?

Gebärmutterhalskrebs entsteht durch unkontrolliertes Zellwachstum am Gebärmutterhals — dem unteren Teil der Gebärmutter, der in die Scheide mündet. Die große Mehrheit der Fälle steht mit einer HPV-Infektion (humane Papillomviren) in Zusammenhang.

Dank regelmäßiger Vorsorge (Pap-Abstrich/HPV-Test) und der HPV-Impfung gehört er zu den am besten vermeidbaren und früh erkennbaren Krebsarten.

Welche Formen von Gebärmutterhalskrebs gibt es?

Wichtigste Formen:

Plattenepithelkarzinom

Die häufigste Form, ausgehend von den Deckzellen des Gebärmutterhalses.

Adenokarzinom

Eine Form, die sich aus den Drüsenzellen des Gebärmutterhalskanals entwickelt.

Ursachen und Risikofaktoren

Die zentrale Ursache ist eine anhaltende HPV-Infektion:

  • Infektion mit Hochrisiko-HPV
  • Früher Beginn sexueller Aktivität und wechselnde Partner
  • Rauchen
  • Erkrankungen, die das Immunsystem schwächen (z. B. HIV)
  • Keine regelmäßige Vorsorgeuntersuchung
  • Langjährige Einnahme oraler Kontrazeptiva

Welche Symptome hat Gebärmutterhalskrebs?

Anfangs meist beschwerdefrei; im weiteren Verlauf:

  • Blutungen nach dem Geschlechtsverkehr oder zwischen den Regelblutungen
  • Blutungen nach den Wechseljahren
  • Ungewöhnlicher, übel riechender Ausfluss
  • Beckenschmerzen oder Schmerzen beim Geschlechtsverkehr
  • Beinschwellung sowie Blasen- und Darmbeschwerden im fortgeschrittenen Stadium

Welche Stadien hat Gebärmutterhalskrebs?

Die Einteilung richtet sich nach der Ausbreitung:

Stadium 1

Der Krebs ist auf den Gebärmutterhals begrenzt.

Stadium 2

Der Krebs hat sich über den Gebärmutterhals hinaus auf den oberen Scheidenanteil oder benachbartes Gewebe ausgebreitet.

Stadium 3

Der Krebs kann den unteren Scheidenanteil oder die Beckenwand erreicht haben.

Stadium 4

Der Krebs hat Blase, Darm oder entfernte Organe befallen.

Wie wird Gebärmutterhalskrebs diagnostiziert?

Die Diagnose erfolgt über Vorsorgeuntersuchung und Biopsie:

  • Pap-Abstrich und HPV-Test
  • Kolposkopie zur vergrößerten Betrachtung des Gebärmutterhalses
  • Biopsie des Gebärmutterhalses und bei Bedarf Konisation
  • Pathologische Untersuchung

Bildgebende Verfahren bei Gebärmutterhalskrebs

Zur Stadieneinteilung und Beurteilung der Ausbreitung:

  • MRT des Beckens (Tumorausdehnung)
  • PET-CT (Lymphknoten- und Fernmetastasen)
  • CT von Bauch und Brustkorb
  • Blasen- bzw. Enddarmspiegelung (in ausgewählten Fällen)

Behandlungsmethoden bei Gebärmutterhalskrebs

Die Therapie richtet sich nach dem Stadium:

Konisation / einfache Hysterektomie

Entfernung eines Teils des Gebärmutterhalses oder der Gebärmutter im sehr frühen Stadium.

Radikale Hysterektomie

Entfernung von Gebärmutter, Gebärmutterhals und umliegendem Gewebe im Frühstadium.

Radiochemotherapie

Strahlentherapie in Kombination mit Chemotherapie bei lokal fortgeschrittener Erkrankung.

Brachytherapie

Innere Bestrahlung, die direkt am Tumor appliziert wird.

Zielgerichtete Therapie / Immuntherapie

Systemische Therapien bei fortgeschrittener oder wiederkehrender Erkrankung.

Jeder Patient und jeder Tumor ist anders

Keine Behandlung passt für alle; der beste Plan hängt von Ihrer genauen Diagnose, dem Stadium und den Tumoreigenschaften ab. Bei Capital Oncology Group vermitteln wir Ihnen eine kostenlose Zweitmeinung fachärztlich zertifizierter Onkologen, die Ihren Fall prüfen.

Prognose und Überlebensraten

Die Früherkennung verbessert die Prognose erheblich. Im Frühstadium, solange der Tumor auf den Gebärmutterhals begrenzt ist, liegt die 5-Jahres-Überlebensrate bei über 90 %; mit zunehmender Ausbreitung sinkt sie.

Vorsorgeprogramme und die HPV-Impfung haben Häufigkeit und Sterblichkeit dieser Krebsart deutlich gesenkt. Im Frühstadium kann bei geeigneten Patientinnen die Fruchtbarkeit erhalten werden.

So senken Sie Ihr Risiko für Gebärmutterhalskrebs

Diese Krebsart ist weitgehend vermeidbar:

  • Sich gegen HPV impfen lassen (idealerweise vor dem ersten Geschlechtsverkehr)
  • Regelmäßige Vorsorge mit Pap-Abstrich und HPV-Test
  • Nicht rauchen
  • Schutz vor sexuell übertragbaren Infektionen

Häufig gestellte Fragen

Führt HPV immer zu Krebs?

Nein. Die meisten HPV-Infektionen heilen von selbst aus; nur anhaltende Hochrisikotypen können mit der Zeit Krebs verursachen.

Brauche ich trotz Impfung weiterhin Vorsorge?

Ja. Da die HPV-Impfung nicht alle Typen abdeckt, sollten auch geimpfte Personen regelmäßig zur Vorsorge gehen.

Kann ich nach einer Behandlung im Frühstadium Kinder bekommen?

Im sehr frühen Stadium ist bei geeigneten Patientinnen eine fertilitätserhaltende Operation (Trachelektomie) möglich.

Sollte ich eine Zweitmeinung einholen?

Die Wahl zwischen Operation und Radiochemotherapie hängt vom Stadium ab; eine unabhängige Beurteilung hilft, den besten Plan festzulegen.

Bereit für einen Plan, der auf Sie zugeschnitten ist?

Beginnen Sie mit einer kostenlosen, unverbindlichen Zweitmeinung eines fachärztlich zertifizierten Onkologen. Lassen Sie Ihren Fall prüfen und sich jede Option verständlich erklären.

KOSTENLOSE Zweitmeinung

Diese Seite bietet allgemeine Informationen zu Gebärmutterhalskrebs und ersetzt keine medizinische Beratung, Diagnose oder Behandlung. Alle Behandlungen erfolgen durch unabhängige, akkreditierte Kliniken und approbierte Ärzte. Ihre Therapieentscheidung sollte von einer qualifizierten Ärztin oder einem qualifizierten Arzt auf Basis Ihrer individuellen Situation getroffen werden.