Versorgungsbereiche

Magenkrebs

Bei Magenkrebs koordinieren wir in unserem akkreditierten Netzwerk einen individuellen Plan aus Chirurgie, Chemotherapie, Strahlentherapie und zielgerichteten Therapien.

Was ist Magenkrebs?

Magenkrebs entsteht durch unkontrolliertes Wachstum der Zellen der Magenschleimhaut und entwickelt sich meist langsam. Die häufigste Form ist das Adenokarzinom.

Da er früh oft keine Beschwerden verursacht, wird er häufig erst in fortgeschrittenem Stadium erkannt. Für Risikopersonen ist es deshalb wichtig, Warnzeichen früh zu erkennen.

Welche Formen von Magenkrebs gibt es?

Wichtigste Formen:

Adenokarzinom

Die häufigste Form, ausgehend von der Magenschleimhaut.

GIST

Gastrointestinale Stromatumoren, die vom Bindegewebe der Magenwand ausgehen.

Lymphom

Krebserkrankungen, die aus dem lymphatischen Gewebe der Magenwand hervorgehen.

Ursachen und Risikofaktoren

Wichtigste Risikofaktoren:

  • Infektion mit Helicobacter pylori
  • Ernährung mit viel Salz sowie geräucherten und verarbeiteten Lebensmitteln
  • Rauchen und Alkoholkonsum
  • Chronische Gastritis und Magenpolypen
  • Magenkrebs in der Familie
  • Höheres Alter

Welche Symptome hat Magenkrebs?

Beschwerden treten meist erst im fortgeschrittenen Verlauf auf:

  • Anhaltende Verdauungsbeschwerden und Sodbrennen
  • Blähungen und frühes Sättigungsgefühl nach dem Essen
  • Appetitlosigkeit und ungewollter Gewichtsverlust
  • Übelkeit und Erbrechen (mitunter blutig)
  • Schmerzen im Oberbauch
  • Schwarzer Stuhl und Schwäche (Blutarmut)

Welche Stadien hat Magenkrebs?

Die Einteilung richtet sich nach der Eindringtiefe in die Magenwand und der Ausbreitung:

Stadium 1

Der Tumor ist klein, auf die Magenwand begrenzt und hat keine Lymphknoten befallen. Dieses Stadium hat die besten Heilungsaussichten.

Stadium 2

Der Tumor ist gewachsen oder hat begonnen, benachbarte Lymphknoten zu erreichen.

Stadium 3

Der Krebs hat sich auf umliegendes Gewebe und regionale Lymphknoten ausgebreitet.

Stadium 4

Der Krebs hat in entfernte Organe wie Leber, Lunge oder Bauchfell gestreut (Metastasierung).

Beim frühen Magenkrebs ist eine Behandlung mitunter sogar endoskopisch möglich.

Wie wird Magenkrebs diagnostiziert?

Die Magenspiegelung ist die Grundlage der Diagnostik:

  • Gastroskopie zur Beurteilung des Magens und Entnahme einer Gewebeprobe
  • Pathologische und molekulare Untersuchungen (HER2, PD-L1)
  • Endoskopischer Ultraschall (Eindringtiefe des Tumors)
  • Tumormarker

Bildgebende Verfahren bei Magenkrebs

Zur Stadieneinteilung und Beurteilung der Ausbreitung:

  • CT von Bauch und Brustkorb
  • PET-CT (bei Verdacht auf Streuung)
  • Endoskopischer Ultraschall
  • Diagnostische Laparoskopie bei Bedarf

Behandlungsmethoden bei Magenkrebs

Die Verfahren werden je nach Stadium kombiniert:

Chirurgie

Teilweise oder vollständige Entfernung des Magens (Gastrektomie) mit Lymphknotenentfernung.

Endoskopische Resektion

Endoskopische Entfernung des Tumors im sehr frühen Stadium.

Chemotherapie

Medikamentöse Therapie vor bzw. nach der Operation oder im fortgeschrittenen Stadium.

Strahlentherapie

In ausgewählten Fällen zusammen mit einer Chemotherapie.

Zielgerichtete Therapie / Immuntherapie

Zielgerichtete Medikamente und Immuntherapie bei HER2-positiven oder geeigneten Tumoren.

Jeder Patient und jeder Tumor ist anders

Keine Behandlung passt für alle; der beste Plan hängt von Ihrer genauen Diagnose, dem Stadium und den Tumoreigenschaften ab. Bei Capital Oncology Group vermitteln wir Ihnen eine kostenlose Zweitmeinung fachärztlich zertifizierter Onkologen, die Ihren Fall prüfen.

Prognose und Überlebensraten

Die Prognose hängt maßgeblich vom Stadium bei Diagnosestellung ab. Im Frühstadium, solange der Tumor auf den Magen begrenzt ist, kann die 5-Jahres-Überlebensrate etwa 70 % erreichen; bei regionaler Ausbreitung sinkt sie auf rund 33 % und bei Fernmetastasen weiter.

Die Früherkennung ist entscheidend. Eine Chemotherapie vor der Operation und moderne zielgerichtete Therapien verbessern die Ergebnisse bei geeigneten Patienten.

So senken Sie Ihr Magenkrebsrisiko

Maßnahmen, die das Risiko senken:

  • Eine H.-pylori-Infektion erkennen und behandeln lassen
  • Salzige, geräucherte und verarbeitete Lebensmittel reduzieren
  • Ernährung mit viel frischem Gemüse und Obst
  • Auf Tabak und Alkohol verzichten
  • Regelmäßige endoskopische Kontrollen bei Personen mit hohem Risiko

Häufig gestellte Fragen

Sind ständige Verdauungsbeschwerden ein Zeichen für Krebs?

Meist nicht; halten die Beschwerden jedoch an und kommt ein Gewichtsverlust hinzu, ist eine Magenspiegelung erforderlich.

Wie kann ich essen, wenn der Magen entfernt wurde?

Nach einer Gastrektomie ist Essen mit kleinen, häufigen Mahlzeiten weiterhin möglich. Eine Ernährungsberatung unterstützt Sie bei der Umstellung.

Beugt die Behandlung von H. pylori Krebs vor?

Die Behandlung der Infektion senkt das Magenkrebsrisiko; bei Nachweis wird sie daher empfohlen.

Sollte ich eine Zweitmeinung einholen?

Das Ausmaß der Operation und die Reihenfolge der Therapien sind entscheidend; eine unabhängige onkologische Beurteilung hilft, den besten Plan festzulegen.

Bereit für einen Plan, der auf Sie zugeschnitten ist?

Beginnen Sie mit einer kostenlosen, unverbindlichen Zweitmeinung eines fachärztlich zertifizierten Onkologen. Lassen Sie Ihren Fall prüfen und sich jede Option verständlich erklären.

KOSTENLOSE Zweitmeinung

Diese Seite bietet allgemeine Informationen zu Magenkrebs und ersetzt keine medizinische Beratung, Diagnose oder Behandlung. Alle Behandlungen erfolgen durch unabhängige, akkreditierte Kliniken und approbierte Ärzte. Ihre Therapieentscheidung sollte von einer qualifizierten Ärztin oder einem qualifizierten Arzt auf Basis Ihrer individuellen Situation getroffen werden.