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Bauchspeicheldrüsenkrebs

Bei Bauchspeicheldrüsenkrebs koordinieren wir in unserem akkreditierten Netzwerk einen individuellen Plan aus Whipple-Operation, Chemotherapie, Strahlentherapie und zielgerichteten Therapien.

Was ist Bauchspeicheldrüsenkrebs?

Bauchspeicheldrüsenkrebs entsteht durch unkontrolliertes Zellwachstum in der Bauchspeicheldrüse — einer Drüse hinter dem Magen, die sowohl Verdauungsenzyme als auch Insulin bildet. Die häufigste Form ist das Pankreas-Adenokarzinom.

Da er früh keine Beschwerden verursacht und tief im Bauchraum liegt, wird er meist erst in fortgeschrittenem Stadium erkannt. Für Risikopersonen ist es deshalb wichtig, auf Warnzeichen zu achten.

Welche Formen von Bauchspeicheldrüsenkrebs gibt es?

Wichtigste Formen:

Exokrin (Adenokarzinom)

Die häufigste und aggressivste Form, ausgehend von den enzymbildenden Zellen.

Neuroendokrine Tumoren

Meist langsamer wachsende Tumoren, ausgehend von den hormonbildenden Zellen.

Ursachen und Risikofaktoren

Wichtigste Risikofaktoren:

  • Rauchen
  • Chronische Bauchspeicheldrüsenentzündung
  • Diabetes
  • Übergewicht und Bewegungsmangel
  • Bauchspeicheldrüsenkrebs in der Familie oder genetische Syndrome
  • Höheres Alter

Welche Symptome hat Bauchspeicheldrüsenkrebs?

Beschwerden treten meist erst im fortgeschrittenen Verlauf auf:

  • Schmerzlose Gelbfärbung von Haut und Augen (Gelbsucht)
  • Oberbauchschmerzen mit Ausstrahlung in den Rücken
  • Ungewollter Gewichtsverlust und Appetitlosigkeit
  • Übelkeit und Verdauungsbeschwerden
  • Neu aufgetretener Diabetes
  • Heller Stuhl, dunkler Urin

Welche Stadien hat Bauchspeicheldrüsenkrebs?

Die Einteilung richtet sich nach der Lage des Tumors zu den Blutgefäßen und der Ausbreitung:

Resektabel

Der Tumor ist auf die Bauchspeicheldrüse begrenzt und operativ entfernbar.

Grenzwertig resektabel

Der Tumor grenzt an wichtige Gefäße; meist wird zunächst eine Chemotherapie durchgeführt.

Lokal fortgeschritten

Der Tumor umschließt Gefäße; eine Operation ist häufig nicht möglich.

Metastasiert

Der Krebs hat in Leber, Lunge oder Bauchfell gestreut.

Wie wird Bauchspeicheldrüsenkrebs diagnostiziert?

Die Diagnose erfolgt über Bildgebung und Gewebeprobe:

  • Endoskopischer Ultraschall (EUS) mit Feinnadelbiopsie
  • Tumormarker CA 19-9
  • Pathologische und molekulare Untersuchung
  • ERCP (bei Verschluss des Gallengangs)

Bildgebende Verfahren bei Bauchspeicheldrüsenkrebs

Zur Diagnose und Stadieneinteilung:

  • Kontrastmittel-CT nach Pankreasprotokoll
  • MRT / MRCP
  • Endoskopischer Ultraschall (EUS)
  • PET-CT (bei Verdacht auf Streuung)

Behandlungsmethoden bei Bauchspeicheldrüsenkrebs

Die Therapie richtet sich danach, ob der Tumor operabel ist:

Whipple-Operation

Ein umfangreicher Eingriff bei Tumoren des Bauchspeicheldrüsenkopfes.

Distale Pankreatektomie

Operation bei Tumoren von Körper und Schwanz der Bauchspeicheldrüse.

Chemotherapie

Eine Basisbehandlung vor bzw. nach der Operation oder im fortgeschrittenen Stadium.

Strahlentherapie

In ausgewählten Fällen zusammen mit einer Chemotherapie.

Zielgerichtete Therapie

Zielgerichtete Medikamente bei Tumoren mit Mutationen wie BRCA.

Jeder Patient und jeder Tumor ist anders

Keine Behandlung passt für alle; der beste Plan hängt von Ihrer genauen Diagnose, dem Stadium und den Tumoreigenschaften ab. Bei Capital Oncology Group vermitteln wir Ihnen eine kostenlose Zweitmeinung fachärztlich zertifizierter Onkologen, die Ihren Fall prüfen.

Prognose und Überlebensraten

Bauchspeicheldrüsenkrebs gehört wegen der späten Diagnose und des aggressiven Verlaufs zu den schwierigsten Krebserkrankungen. Im operablen Frühstadium ist die 5-Jahres-Überlebensrate höher (bis etwa 40 %), im fortgeschrittenen Stadium sinkt sie deutlich.

Die besten Überlebensaussichten haben Patienten, die operiert werden können. Multidisziplinäre Betreuung und eine Chemotherapie vor der Operation an erfahrenen Zentren können die Ergebnisse verbessern.

So senken Sie Ihr Risiko für Bauchspeicheldrüsenkrebs

Maßnahmen, die das Risiko senken:

  • Mit dem Rauchen aufhören
  • Ein gesundes Körpergewicht halten
  • Diabetes gut einstellen
  • Ausgewogene Ernährung und regelmäßige Bewegung
  • Genetische Beratung bei familiärer Vorbelastung

Häufig gestellte Fragen

Warum ist eine schmerzlose Gelbsucht wichtig?

Eine schmerzlose Gelbsucht kann ein wichtiges Warnzeichen dafür sein, dass ein Tumor im Bauchspeicheldrüsenkopf den Gallengang verschließt, und muss abgeklärt werden.

Ist eine Operation bei jedem Patienten möglich?

Nein. Liegt der Tumor jedoch nahe an Gefäßen, kann eine vorgeschaltete Chemotherapie ihn verkleinern und eine Operation ermöglichen.

Ist die Whipple-Operation sehr riskant?

Es handelt sich um einen großen Eingriff; an erfahrenen Zentren mit hoher Fallzahl sind Sicherheit und Ergebnisse jedoch deutlich besser.

Sollte ich eine Zweitmeinung einholen?

Die Erfahrung von Zentrum und Operateur beeinflusst die Ergebnisse bei Bauchspeicheldrüsenkrebs stark; eine unabhängige Beurteilung kann viel bewirken.

Bereit für einen Plan, der auf Sie zugeschnitten ist?

Beginnen Sie mit einer kostenlosen, unverbindlichen Zweitmeinung eines fachärztlich zertifizierten Onkologen. Lassen Sie Ihren Fall prüfen und sich jede Option verständlich erklären.

KOSTENLOSE Zweitmeinung

Diese Seite bietet allgemeine Informationen zu Bauchspeicheldrüsenkrebs und ersetzt keine medizinische Beratung, Diagnose oder Behandlung. Alle Behandlungen erfolgen durch unabhängige, akkreditierte Kliniken und approbierte Ärzte. Ihre Therapieentscheidung sollte von einer qualifizierten Ärztin oder einem qualifizierten Arzt auf Basis Ihrer individuellen Situation getroffen werden.