Versorgungsbereiche

Darmkrebs

Bei Dickdarm- und Enddarmkrebs koordinieren wir in unserem akkreditierten Netzwerk einen individuellen Plan aus laparoskopischer bzw. roboterassistierter Chirurgie, Chemotherapie, Strahlentherapie und zielgerichteten Therapien.

Was ist Darmkrebs?

Darmkrebs entsteht durch unkontrolliertes Zellwachstum im Dickdarm (Kolon) oder in dessen letztem Abschnitt, dem Enddarm (Rektum). Die meisten Tumoren entwickeln sich über Jahre aus gutartigen Polypen der Darmschleimhaut.

Er gehört weltweit zu den häufigsten Krebserkrankungen. Werden Polypen bei der Vorsorge erkannt und entfernt, lässt sich die Erkrankung weitgehend verhindern.

Welche Formen von Darmkrebs gibt es?

Die große Mehrheit sind Adenokarzinome:

Adenokarzinom

Die häufigste Form, ausgehend von den Drüsenzellen der Darmschleimhaut.

Dickdarmkrebs

Geht von den oberen Abschnitten des Dickdarms aus.

Enddarmkrebs

Geht vom letzten Darmabschnitt aus; die Behandlung unterscheidet sich etwas.

Ursachen und Risikofaktoren

Wichtigste Risikofaktoren:

  • Höheres Alter (ab 50)
  • Darmkrebs oder Polypen in der Familie
  • Erbliche Syndrome (Lynch-Syndrom, FAP)
  • Chronisch-entzündliche Darmerkrankungen (Colitis ulcerosa, Morbus Crohn)
  • Ernährung mit viel verarbeitetem und rotem Fleisch und wenig Ballaststoffen
  • Übergewicht, Rauchen und Alkohol sowie Bewegungsmangel

Welche Symptome hat Darmkrebs?

Die Beschwerden hängen von der Lage des Tumors ab:

  • Veränderte Stuhlgewohnheiten (Verstopfung/Durchfall)
  • Blut im Stuhl oder dunkler Stuhl
  • Bauchschmerzen, Blähungen oder Krämpfe
  • Das Gefühl, den Darm nicht vollständig zu entleeren
  • Ungewollter Gewichtsverlust und Schwäche
  • Eisenmangelanämie

Welche Stadien hat Darmkrebs?

Die Einteilung richtet sich nach der Eindringtiefe in die Darmwand und der Ausbreitung:

Stadium 1

Der Tumor ist klein, auf die Darmwand begrenzt und hat keine Lymphknoten befallen. Dieses Stadium hat die besten Heilungsaussichten.

Stadium 2

Der Tumor ist gewachsen oder hat begonnen, benachbarte Lymphknoten zu erreichen.

Stadium 3

Der Krebs hat sich auf umliegendes Gewebe und regionale Lymphknoten ausgebreitet.

Stadium 4

Der Krebs hat in entfernte Organe wie Leber oder Lunge gestreut (Metastasierung).

Beim Enddarmkrebs wird häufig vor der Operation eine Radiochemotherapie durchgeführt.

Wie wird Darmkrebs diagnostiziert?

Die Darmspiegelung ist die Grundlage der Diagnostik:

  • Koloskopie zur Beurteilung des Darms und Entnahme einer Gewebeprobe
  • Test auf verborgenes Blut im Stuhl (Vorsorge)
  • Pathologische und molekulare Untersuchungen (KRAS, NRAS, BRAF, MSI)
  • Verlaufskontrolle des Tumormarkers CEA

Bildgebende Verfahren bei Darmkrebs

Zur Stadieneinteilung und Verlaufskontrolle:

  • CT von Bauch und Brustkorb
  • Becken-MRT beim Enddarmkrebs
  • PET-CT (bei Verdacht auf Streuung)
  • Virtuelle Kolonografie (in ausgewählten Fällen)

Behandlungsmethoden bei Darmkrebs

Die Therapie richtet sich nach Stadium und Lage des Tumors:

Chirurgie

Entfernung des betroffenen Darmabschnitts; minimalinvasiv laparoskopisch oder roboterassistiert.

Chemotherapie

Medikamentöse Therapie vor bzw. nach der Operation oder im fortgeschrittenen Stadium.

Strahlentherapie

Vor allem beim Enddarmkrebs in Kombination mit Chemotherapie.

Zielgerichtete Therapie

Anti-EGFR- oder Anti-VEGF-Medikamente je nach genetischem Profil.

Immuntherapie

Kann bei MSI-hohen (dMMR) Tumoren wirksam sein.

Jeder Patient und jeder Tumor ist anders

Keine Behandlung passt für alle; der beste Plan hängt von Ihrer genauen Diagnose, dem Stadium und den Tumoreigenschaften ab. Bei Capital Oncology Group vermitteln wir Ihnen eine kostenlose Zweitmeinung fachärztlich zertifizierter Onkologen, die Ihren Fall prüfen.

Prognose und Überlebensraten

Die Früherkennung verbessert die Prognose bei Darmkrebs erheblich. Im Frühstadium, solange der Tumor auf den Darm begrenzt ist, liegt die 5-Jahres-Überlebensrate bei etwa 90 %, bei regionaler Ausbreitung bei rund 73 % und bei Fernmetastasen bei etwa 15 %.

Selbst bei auf Leber oder Lunge begrenzten Metastasen sind mit Chirurgie und moderner Chemotherapie langfristige Kontrolle und sogar Heilung möglich.

So senken Sie Ihr Darmkrebsrisiko

Diese Krebsart ist weitgehend vermeidbar:

  • Koloskopie-Vorsorge ab 50 (bei Risiko früher)
  • Frühzeitiges Erkennen und Entfernen von Polypen
  • Ballaststoffreiche Ernährung mit viel Gemüse und Obst
  • Verarbeitetes und rotes Fleisch einschränken
  • Auf Tabak und Alkohol verzichten und sich regelmäßig bewegen

Häufig gestellte Fragen

Werden alle Polypen zu Krebs?

Nein, aber manche können mit der Zeit entarten. Bei der Koloskopie gefundene Polypen werden meist in derselben Sitzung entfernt.

Brauche ich einen dauerhaften künstlichen Darmausgang?

Die meisten Patienten nicht. Vor allem beim Dickdarmkrebs werden die Darmenden in der Regel wieder verbunden; ein dauerhafter Stoma-Beutel ist nur in ausgewählten Enddarmfällen nötig.

Wann sollte ich mit der Vorsorge beginnen?

In der Regel mit 45–50 Jahren; bei familiärer Vorbelastung oder Risiko früher. Legen Sie einen persönlichen Plan mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt fest.

Sollte ich eine Zweitmeinung einholen?

Operative und systemische Entscheidungen hängen vom Stadium ab; eine unabhängige Beurteilung hilft, die beste Reihenfolge festzulegen.

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Beginnen Sie mit einer kostenlosen, unverbindlichen Zweitmeinung eines fachärztlich zertifizierten Onkologen. Lassen Sie Ihren Fall prüfen und sich jede Option verständlich erklären.

KOSTENLOSE Zweitmeinung

Diese Seite bietet allgemeine Informationen zu Darmkrebs und ersetzt keine medizinische Beratung, Diagnose oder Behandlung. Alle Behandlungen erfolgen durch unabhängige, akkreditierte Kliniken und approbierte Ärzte. Ihre Therapieentscheidung sollte von einer qualifizierten Ärztin oder einem qualifizierten Arzt auf Basis Ihrer individuellen Situation getroffen werden.